Eine erlebnisreiche Reise zur Mandelblüte auf Mallorca

Mallorcas schönste Seite

https://www.misselliesreiseblog.com/2018/03/10/mandelblüte-in-mallorca/

Ich war fasziniert, im Februar Mallorca, zauberhafte Mandelblüte, womöglich schon Sonnenschein, da wollte ich hin, unbedingt

Nicht nur als Badeinsel im Hochsommer ist Mallorca eine Reise wert. Die Geschichte, die Landschaft die hohen Berge, die weiten fruchtbaren Ebenen, die urigen Dörfer und Städte, Oliven und Orangen Plantagen, die Fischer und Bauern, das Meer die Buchten und die Salinen haben uns beeindruckt. Mallorca ist unglaublich vielfältig.

Mallorca wurde schon vor Jahrtausenden von vielen Völkern begehrt. Überfallen, erobert, besiedelt, bebaut, von Phöniziern, Mauren, Griechen, Spaniern, Portugiesen, Arabern, Römern, im oft heftigen Verlauf der Geschichte hinterließen sie alle ihre Spuren. 

Der moderne Tourismus wohl die Auffälligsten. 

Jetzt weiß ich warum diese Insel im Mittelmeer von so vielen Menschen begehrt und geliebt wird.

Mallorca ist wunderschön.

Die einmalige Landschaft vereint, wie in einem Mikrokosmos, alles was das Herz begehrt.

Diese Reise mit einem großen Bus voller unternehmungslustiger Menschen, einem alleswissenden Guide Vicente, der mit liebevoller Inbrunst uns die Schönheit und Einzigartigkeit seiner Heimat zeigte, unserem coolen Fahrer  Martin, der auch die schwierigsten Herausforderungen im Tramuntana Gebirge  gelassen meisterte, wird nicht nur mir unvergeßlich bleiben. 7 Tage voller Erlebnisse und Eindrücke, Bergdörfer, beschauliche Städte, geschichtsträchtige Orte, Olivenhaine, Orangenplantagen, Bauernmärkte, Fischerhäfen, Buchten und Strände, Salinen,  die markante Stadt Palma, ich weiß gar nicht wo ich beginnen soll.

Ah ja, mit Palma de Mallorca, der Haupstadt der Insel. Die Hälfte der Insel Bevölkerung, über 400 000 Menschen wohnen in Palma.

 

 

 

Blick auf Palma und den Hafen
Blick auf Palma und den Hafen

 

Der riesige Flughafen am Rande der Stadt empfängt uns ganz entspannt. Gerüstet auf 14 ! Millionen ! Gäste im Jahr sind die paar Maschinen die im zeitigen Frühjahr landen eine leichte Übung für das Personal. Modern und sehr gepflegt ist mein erster Eindruck. Der Airport. Die Straßen. Palmengesäumt führt die Straße vom Flughafen nach wenigen Kilometern am Strand entlang zur Stadt.

Rechts thront die Kathedrale auf einer von Sandstein Mauern gestützten Anhöhe, sie spiegelt sich eitel im alten Hafenbecken, die meterdicke Stadtmauer verborgen hinter einer Palmenallee, links wiegen sich tausende Schiffe in allen Größen im neuen Hafen. Eine fantastische Kulisse für das Entree einer Stadt. Die weitläufige Bucht von Palma bietet Platz für Strände, den Fischer- und Yachthafen und sogar für den Kreuzfahrer Terminal. Man scheint hier auf alles gerüstet zu sein.

 

 

Die Palmen Allee mit den Stadtmauern an der Uferstraße von Palma. Wahrscheinlich von den Römern gegründet, von Mauren  weitergebaut, wurden die gigantischen Mauern im 16. Jahrhundert vollendet, umschlossen komplett die Stadt 

Unzählige Schiffe in allen Größen und Preislagen liegen im Yachthafen von Palma

Das Haus der Fischer im venezianischen Stil aus dem 15. Jahrhundert im Fischereihafen

Die Kathedrale der heiligen Maria, das Wahrzeichen der Stadt

Kathedrale von Palma de Mallorca

Die gotische Kathedrale der heiligen Maria in Palma wurde um 1230 auf einer maurischen Moschee gegründet. Sie wird auch "la Seu" genannt, der Bischofs Sitz

Über Jahrhunderte ist an dem Bau gearbeitet worden, der Baustil mehrfach geändert, 1600 geweiht, aber erst im 20. Jahrhundert in der heutigen Form vollendet. Nach unserem Empfinden scheinen die Glockentürme zu fehlen, tatsächlich gibt es aber eine Glocke, die allerdings nur zu besonderen Anlässen geläutet wird.

Der Altarraum wurde von dem berühmten Architekten Antoni Gaudi ab Anfang 1904 neu gestaltet

Das 1390 gebaute und erst 1599 verglaste Rundfenster wird mit 97,5 Quadratmetern als größte Rosette der Welt bezeichnet. Am Morgen wird die ganze Kirche von einem strahlenden Licht geflutet. Im Vergleich stehen die Rosetten des Straßburger Münsters und die Kathedrale Notre Dame in Paris, die nur wenig in der Größe abweichen.

In der 109 m langen und 33 m breiten Kathedrale von Palma gibt es noch 5 weitere Rosetten in den Seitenschiffen.

La Seu ist in den Jahrhunderten vielfach reich ausgestattet worden und gehört zu einem der imposantesten Bauwerke unserer Geschichte

Gleich hinter der Kathedrale schließt sich die Altstadt von Palma mit ihren engen Gassen, historischen Gebäuden und den Patios, den oft säulengeschmückten schönen Innenhöfen an

Wie eine Ikone verehrt wird der  über 600 Jahre alte Olivenbaum mitten in der Altstadt.

 

Die Altstadt von Palma beeindruckt mit sehenswerten Häusern aus verschiedenen Epochen, eleganten, mondänen und originellen Geschäften, Kirchen und einladenden Plätzen

Ein Besuch in den legendären Markthallen von Palma darf natürlich nicht fehlen, frischer Fisch in Hülle und Fülle wird hier angeboten. Es gibt noch viele Familien in Mallorca die vom Fischfang leben, diese unglaubliche Vielfalt der Geschöpfe die sie aus dem Meer ziehen, dieser Anblick ist für uns schon außergewöhnlich.                                                                             Ein paar Austern mit einem guten Glas, das schmeckt  immer.

Das reiche Angebot an Gemüse und Obst ist fast überwältigend. Bis zu drei Ernten im Jahr erlaubt die fruchtbare Erde und das gesegnete Klima im Jahr. Im März Paprika, Zwiebeln, Zucchini, Artischocken, Tomaten und Erdbeeren aus eigenem Anbau, da kann man schon mal neidisch werden. Die Zitronen und Orangen so frisch gepflückt duften und schmecken hier viel intensiver als bei uns.

Der berühmte Serrano Schinken, in hauchdünne Scheiben geschnitten, verlockt zu einem Imbiss, und wird immer zu den Tapas, den leckeren Appetithäppchen, zu einem Glas Wein serviert. Oliven, Mandeln, etwas Käse, ein gutes Brot und sehr fantasievolle Kleinigkeiten, wie zum Beispiel Datteln mit Schinken umwickelt kross gebraten, hmm ein Genuß.

Nach unserem Rundgang durch Palma stärkten wir uns  erstmal in einer urigen Tapas Bar, die früher ein Weinkeller war. Weinpressen, Fässer und viele Requisiten sind aus dieser Zeit noch zu bestaunen.  Und natürlich gab es auch hier Serrano Schinken und einen guten, ehrlichen, roten Landwein.

Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir die Festung Bellver hoch über Palma mit einem fantastischen Blick über die Stadt, den Hafen und das weite Land bis zum Gebirge

Das Castell Bellver, eine kreisrunde Festung, errichtet Anfang 1300 , diente Jakob II. als Residenz und Schutzburg.

Später immer wieder auch als Gefängnis genutzt, dient es heute als Museum zur Stadtgeschichte Palmas.

Unser Standort für die nächsten Tage ist das Hotel Villamil in Paguera, ein sehr schönes Haus mit exotischem Garten direkt an der geschützten Bucht mit feinem Sandstand gelegen. Ein herrlicher Aufenthaltsort für Geniesser, ein Platz zum wohlfühlen.

 Mit einem üppigen Frühstücksbüffet bot das Hotel einen perfekten Start am Morgen, und einem außergewöhnlichen Abendessen, mit frisch vor unseren Augen zubereiteten Köstlichkeiten, Salaten, leckeren kleinen Speisen im Pfännchen und einem süßen Traum an Desserts und frischen Früchten, den krönenden Abschluss eines ereignisreichen Tages.

Die Fahrt durch das Gebirge der Serra Tramuntana hat mich tief beeindruckt.

Wer Mallorca nur als angenehme Badeinsel im Sommer kennen lernt und sich keine Zeit nimmt den Strand einmal zu verlassen, der weiß nichts von Mallorca. Durch weite fruchtbare Ebenen, vorbei an den knorrigen gedrehten Bäumen der Oliven Plantagen,  grünen und blühenden Weiden getupft mit weißen Schafen, führt die Straße hinter Palma auf das Gebirge zu. Es scheint als hätten sich hunderte Radfahrer verabredet an diesem schönen Wochenende ihre Trainingsstrecke durch das Gebirge zu legen, auf den schmalen Straßen manches Mal eine Herausforderung. Für Alle.

Und dann endlich Mandelblüten! Die Mandelbäume blühen in weißen und rosa Blütenkaskaden. Mitten im Februar eine wahre Augenweide.

So ein großer Reisebus kann leider nicht einfach stoppen wenn es am Wegesrand etwas schönes zu sehen gibt, aber die eine oder andere Aufnahme aus dem fahrenden Bus gemacht, ist doch ganz gut gelungen.

Mandeln gibt es in vielen unterschiedlichen Sorten und Qualitäten, ihre Blütenfarbe und Blütezeit variiert, von Anfang Januar bis Ende März kann man die Pracht der über vier Millionen Mandelbäumen auf der Insel bestaunen. Die Mandeln aus Mallorca werden nicht nur zu köstlichem Gebäck oder Mandellikör verarbeitet, eine bestimmte Sorte ist die Grundlage des berühmten Lübecker Marzipans.

Die Mandelschalen werden im Recyclings Prozess zum  Beispiel für Dämmstoffe und Dünger verwendet.

Schon seit Jahrhunderten wird auf Mallorca Olivenöl hergestellt, viele der Bäume sind 500 Jahre alt

Oliven Plantagen sind während der Fahrt überall in den Ebenen und sogar im Gebirge zu sehen. In den Bergen bauen die Menschen schon seit alters her Trockenmauern, ohne Lehm werden Steine aufgeschichtet zu Terrassen aufgefüllt und mit Oliven- oder auch Zitrusbäumen bepflanzt. Manchen knorrigen Exemplaren sieht man die lange Lebenszeit an, man kann es fast nich glauben, daß die Bäume Jahrhunderte alt sind und noch immer Früchte tragen.

In einer traditionsreichen Ölmühle kehren wir ein, lernen viel über die mühsame Ernte, die Pressung und Qualitätsunterschiede der Olivenöle, und können auch gleich die Unterschiede testen, wirklich köstlich zu einem Stück frischem Brot, es lohnt sich eine Probe mit nach Hause zu nehmen. 

Bei der Fahrt durch die mallorquinischen Ebenen staunt man über die reiche Landwirtschaft

Nur wenige Orte und Städtchen säumen die Straße. Der Blick schweift vielmehr über Weiden, Felder und  Plantagen und dann geht es hoch ins Gebirge. Die Straße schmal und ohne Leitplanken gesichert, schraubt sich über unzählige scharfe Kurven und Serpentinen in die Höhe. Für einen großen Reisebus nicht wirklich gemacht, aber von Martin sicher gemeistert. Sensation war der frisch gefallene Schnee, so richtig für einen Schneemann hat er aber leider nicht gereicht.

Seit 2011 ist die Serra de Tramuntana Unesco Weltnaturerbe

Unaufhörlich brandet das Mittelmeer mit weißem Schaum gekrönt an die steil ins Wasser abfallenden schroffen Felsen des Tramuntana Gebirges. Die ganze Westseite der Insel wird von den Bergen, die bis zu 1300 Meter hoch aufragen, und schon mal weiße Hauben tragen, geschützt. Lichte, duftende Kiefernwälder, kleinblätterige Steineichen die auch im Winter Laub tragen, begleiten die schmalen engen Serpentinen, bis hoch hinauf sind die Berge bewaldet. Hinter jeder Kurve bietet sich ein anderes atemberaubendes Bild auf diese grandiose Landschaft. Mal auf das schäumende Meer, öfters aber auf Täler, Wälder und die in Terrassen angelegten Oliven und Orangen Plantagen.

 

Die in schwerer Arbeit dem Gebirge abgerungenen Oliven Terrassen ziehen sich weit über die Hänge, man kann sich vorstellen wie mühsam hier Anbau und Ernte sind

Zur Schutzheiligen von Mallorca, der schwarzen Madonna, der Gottesmutter Maria, in der Wallfahrtskirche des Klosters Lluc pilgern jährlich tausende Mallorquiner

 

Unser nächstes Ziel ist das Kloster Lluc, ein mehrflügeliges Renaissance Gebäude, das noch von einigen Mönchen bewirtschaftet wird. Abgelegen in den Bergen des Tramuntana, Wallfahrtsziel der Gläubigen, Gymnasium und Internat mit einem berühmten Knabenchor ist es ein Muss! für Mallorquiner die Schutzheilige der Insel, die schwarze Madonna in ihrer wunderschönen Kapelle einmal im Jahr auf einer Wallfahrt um Schutz und Gnade zu bitten.

 

Fornalutx, eines der schönsten Dörfer der Insel schmiegt sich mit seinen Olivenbaum Terrassen an die Hänge des Tramuntana.

An einer Talsperre vorbei führt uns der nächste Ausflug in das urige Bergdorf Fornalutx. Das Dorf ist maurischen Ursprungs, die typisch mallorquinischen Häuser aus unverputzten Bruchsteinen aus dem Tramuntana Gebirge beherbergen nur etwa 660 Einwohner, steile gepflasterte Gassen mit vielen Treppen machen den Charme des Ortes aus. Viele Postkarten Motive inklusive.

 

Das bezaubernde Dorf mit den Oliventerrassen, den vielen schönen Winkeln, den Treppen voller Blumentöpfen hat seine Auszeichnungen zu Recht verdient, der Abschied fällt schwer, man hätte noch verweilen können. 

 

Puerto Soller, ein neuer Höhepunkt der Reise

Ein Fischerhafen der noch ursprüngliches bewahrt hat, obwohl Puerto Soller von vielen Reichen, Schönen und Berühmten heiß begehrt ist.

Rund um den Hafen und auf den Hügeln stehen Häuser,  elegante Villen, Apartment Häuser mit Blick auf das Wasser.

Unser Guide Vincente erzählt uns die eine oder andere Anekdote um die Promis und die Geschichte ihrer Anwesen.

Entspannt am Hafen bummeln, in Boutiquen stöbern, ein wenig in der Sonne sitzen, einen Drink nehmen, auf die vielen Schiffe schauen, das ist Urlaub pur. Das kann man in Puerto Soller alles herrlich genießen.

 

Im anderen Teil des Hafens aber, landen die Fischer noch täglich ihren Fang an. Für Touristen attraktive Foto Motive, harte Arbeit für die Männer bei Wind und Wetter.

In fast allen südlichen Ländern werden Märkte abgehalten und sind für die Bevölkerung immer ein besonderer Anziehungspunkt. Hier in Mallorca werden diese Traditionen noch sehr gepflegt, nicht für die Touristen, nein hier schaffen die Bauern noch von weit Gemüse, Obst, Fleisch, Wurst und Käse her. Handarbeiten, Tischdecken, geschnitztes Olivenholz, Lederwaren, Körbe, schöne geflochtene Taschen. Verstohlen schaut man nach dem "made in China", aber tatsächlich gibt es noch viele einheimische Dinge. Ein besonderes Erlebnis sind die  Märkte auf denen lebende Tiere verkauft werden, per Handschlag, wie in alten Zeiten.

Zwei solcher Märkte voll ländlicher Atmosphäre haben wir besucht, in Pollenca und einige Tage später in Sineu, das hat mir sehr gut gefallen. Wenn man ein anderes Land bereist sind ja gerade diese Erlebnisse wichtig , die die Ursprünge der Lebenskultur zeigen wie hier auf den Märkten der Gegenwart oder der Besuch einer Finca, die noch mehr Einblicke in die bäuerliche Kultur und Entwicklung zeigte. 

 

La Granja, eine Finca wurde Museum

La Granja, ein großes Landgut in einer Mischung aus ländlichem und herrschaftlichem Stil verdankte seinen Wohlstand einem oberhalb des Herrenhauses sprudelndem Wasserfall. Der lieferte nicht nur Wasser für das Vieh und die Landwirtschaft sondern auch Energie zum Betrieb der Öl und Getreidemühlen. Über 200 Jahre von Zisterziensern bewirtschaftet ist das Landgut heute in Privatbesitz und der Öffentlichkeit zugänglich.

Ein stilvolles  Anwesen das seinen Besuchern einen wunderbaren Einblick in das ländliche Leben vor einigen Generationen gewährt. Es ist ein Museum, aber wenn man durch die Räume geht hat man den Eindruck die Bewohner wären nur eben auf dem Markt oder auf den Feldern. Liebevoll eingerichtete Zimmer, vom Salon über Spiel-Eß-Schlaf-Kinderzimmer bis zur Küche in der scheinbar gerade erst das Feuer ausgegangen ist. Eine Arztpraxis, Wasch-, Näh-und Bügelraum, viele bäuerliche Gerätschaften, Weinkeller, Ölmühle, Getreidemühle, Weberei, Färberei und im Keller sogar Requisiten einer Folterkammer werden hier gezeigt.

Das Landgut hat mir besonders gut gefallen, ein Einblick in das bäuerliche Leben, die mit viel Liebe und Sachverstand zusammengetragenen Gegenstände und deren Präsentation ist sehr sehenswert. Ich habe noch viele schöne Aufnahmen in La Granja gemacht, die Auswahl fiel mir echt schwer.


Mit dem "Roten Blitz" von Palma nach Soller

Seit 1912 verkehrt der "Tren de Soller "  täglich mehrmals zwischen Palma und Soller, ursprünglich zum Transport der Orangen  und landwirtschaftlichen Erzeugnisse bis in die Hauptstadt  gebaut, ist der Zug mit seinen Holzwagen heute Touristen Attraktion. 13 Tunnel wurden für die eingleisige Strecke durch das Gebirge geschlagen, an einer Weiche mit einem traumhaften Blick auf Soller gibt es extra einen Fotostop.

Soller ist das Herz des goldenen Tals, einem fruchtbaren Landstrich in der Serra de Tramuntana

Seit antiken Zeiten werden hier Oliven kultiviert, das gemäßigte Klima begünstigt aber auch seit dem 18.Jahrhundert eine reiche Zitrusernte. Soller wurde 2011 zum Unesco Weltkulturerbe erklärt.  

Wir haben Glück und dürfen uns eine Orangenplantage ansehen, was es für interessante Früchte gibt!

Mit köstlichem frisch gepreßten Orangensaft und einem leckeren Imbiss wurden wir von den Besitzern verwöhnt.


Valdemossa, ein Ort wie aus dem Bilderbuch

Über eine großartige Bergstrecke mit tollen Ausblicken erreicht man Valdemossa. Stolz überblicken die Häuser das Tal, schmiegen sich eng an den steilen Hang, durch die schützenden Berge im Rücken ist da Klima hier besonders mild.

Reizvoll sind die Häuser in den schmalen Gassen mit hängenden Blumentöpfen geschmückt die jetzt im Februar schon prächtig blühen, neben vielen Türen kann man eine handgemalte Kachel der Patronin von Valdemossa sehen, der verehrten Catalina.

 

 Valdemossa haben die Schriftstellerin George Sand und der Komponist Frederic Chopin berühmt gemacht. Drei Monate im Winter 1838 verbrachte das Paar in der Kartäuserklause des Klosters von Valdemossa. In ihrem berühmten Buch " Ein Winter auf Mallorca"  schwärmt Sand für die Farben, das milde Klima, die üppige Vegetation und das Meer, seit dieser Zeit ist es  d e r  Mallorca Reise Klassiker der Literatur.

Das Kartäuser Kloster in dem George Sand und Frederic Chopin 1838 für drei Monate wohnten ist heute ein Museum.

Der bezaubernde Ort eingebettet in üppige Gärten und Plantagen, lädt wirklich zu einem Besuch ein, die Touristenströme tragen heute entschieden zum Wohlstand der Gemeinde bei.


Von all den reizvollen Orten in Mallorca schwingt sich der Norden der Insel mit Port de Pollenca und dem mittelalterlichen Alcudia  zu weiteren Höhepunkten auf.

In Pollenca, wo das Gebirge ins Meer stürzt  gibt es den tollen Aussichtspunkt am Cap  de Formentor

Hinter der weit ausladenden Bucht von Pollenca erheben sich die Ausläufer der Serra Tramuntana 384 über dem Wasserspiegel und bieten atemberaubende Ausblicke auf das Mittelmeer. Die Brandung nagt und schäumt an den steilen Felswänden am Cap de Formentor, für die vielen Besucher ein spektakuläres Ausflugsziel.

Motorrad und Radfahrer lieben diese Strecke, die sich von dem Fischer- und Ferienort Port Pollenca in Serpentinen die schmale Straße zum Aussichtspunkt hoch schlängelt, und dann abenteuerlich durch das wilde Gebirge brausen.


Die historische Stadt Alcudia ist eine der schönsten auf Mallorca.

Helle Sandstrände glänzen golden in der weiten Bucht vor Alcudia ein wahrer Magnet für alle Sonnenanbeter und Wasserfreunde.  Schon um 2000 v. Chr. wußten die Menschen diesen Teil der Insel sehr zu schätzen, reiche archäologische Funde belegen die Besiedelung . Neben den eindrucksvollen Naturerlebnissen, Sonne Strand und Meer findet man in Puerto Alcudia internationales Flair in Boutiquen, Pubs und Restaurants. Herrlich läßt es sich selbst im Februar an der langen Uferpromenade flanieren, Cafe`s und Bistros laden draußen zu einem Snack ein. Die türkise Farbe des Wassers läßt Karibik Feeling aufkommen. Flach abfallender Sandstrand macht die Bucht zu einem idealen Familien Ferienort.

Die historische Altstadt von Alcudia wird von einer mächtigen Stadtmauer beschützt.

Auf dem Foto unten ist reizvoll zu sehen wie die Bucht von Alcudia mit den 7 km langen Sandstränden im Hintergrund vom Gebirge umarmt wird, vorne die mächtige Stadtmauer mit dem Umgang.

Die Altstadt von Alcudia ist geprägt von maurischen und römischen Einflüssen, Stadttore und die begehbare Mauer umschließen den in Jahrhunderten gewachsenen Stadtkern. Wie es sich für ein historisches Handelszentrum gehört ist der Marktplatz im Zentrum und 2 mal in der Woche ist noch Markttag, ein Magnet für Einheimische und Touristen.

Von oben, von der Stadtmauer aus, gibt es reizvolle Einblicke in das Städtchen


Die Salinen von Es Trenc in der Nähe des Ortes Colonia de Sant Jordi  sind die größten auf Mallorca

Riesige weiße Berge sieht man schon von der Straße aus, ein unscheinbares Gebäude riegelt das Gelände ab, dahinter erstrecken sich die Salzgewinnungsbecken auf 14 Hektar.

Schon die Phönizier leiteten das Meerwasser, das pro Liter ca. 35 Gramm Salz enthält, über Rohre in solche Becken. Salzgewinnung ist ein Geschenk der Natur, Sonne und eine leichte Meeres Brise lassen das Wasser in den Kristallisierungs Becken verdunsten, zurück bleibt die weiße Salzkruste. Das Wetter bietet hier ideale Bedingungen für die Salzernte, in den Monaten von Mai bis September ist die Ernte am ergiebigsten.

Rosa Flamingos bevorzugen solche Salz Anlagen. Trotz der  hohen Salzkonzentration gedeihen hier rosafarbene Krebse, die Leibspeise der Flamingos, denen sie auch ihre hübsche rosa Farbe zu verdanken haben.

Die Farbe der Krebse wiederum entsteht durch Mikroorganismen, Bakterien und winzigen Algen die sich im starken Sonnenlicht rosa färben.

Die Gewinnung des begehrten Flor de Sal, der Blume des Salzes, ist sehr arbeitsintensiv. Sobald Wasser verdunstet bildet sich eine dünne Salzschicht, auf der Wasser Oberfläche, die Salzblume.

Diese wird mit Köchern von Hand abgeschöpft, auf Tischen zum trocknen ausgebreitet und in Handarbeit gereinigt.

Die Salzblume ist etwas leichter, besonders Mineralstoff reich, weniger salzig als gewöhnliches Salz, aromatischer, durch die Behandlung aber auch deutlich teurer.

Das normale Salz ist schwerer, sinkt schneller zu Boden und enthält fast nur noch Natrium.

Das alles haben wir während der Führung über die Anlage von Les Trenc gelernt.

Natürlich wurde im Shop auch fleißig Fleur de Sal quasi von der Quelle eingekauft. Ja es schmeckt wirklich feiner als gewöhnliches Salz.

Der  Besuch in der Saline war fast der letzte Event unserer interessanten Woche auf Mallorca. 

Ein As schüttelte Vicente, unser Führer noch während der Rückfahrt aus dem Ärmel : er zeigte uns noch was Millionen Menschen aus ganz Europa an Mallorca besonders lieben, den Strand von El Arenal.

 

In der Nähe von Palma im südöstlichen Teil der Insel erstreckt sich der feine weiße Sandstrand 6 km lang, begleitet von der Uferpromenade und den unzähligen Kiosken, Kneipen und Restaurants. Die ausufernde Feierkultur der meist jungen Leute ist legendär und hat Mallorcas Ruf beschädigt. Die Regierung hat nun diverse Gegenmaßnahmen ergriffen  und Einschränkungen auferlegt, auf daß Mallorca wieder das wird und bleibt was die Natur eigentlich vorgesehen hat:

Eine wunderschöne Insel mit toller Landschaft, reicher Kultur, fantastischen Stränden und wunderbaren Gastgebern.

Last but not Least ein großes Lob:

Ein ganz herzliches Dankeschön an das Team das uns auf dieser erlebnisreichen Leserreise begleitet hat: von links 

Heike Hamann Redakteurin des General Anzeigers Bonn

Vicente Cerillo der beste Reiseführer von Mallorca

Martin der coolste Busfahrer von Univers Reisen Bonn

 

Die Reise war perfekt vorbereitet, bestens organisiert und durchgeführt. Vielen Dank an Univers Reisen Bonn.

 

Wir haben viel gesehen, Mallorca kennen und lieben gelernt

und mit netten Mitreisenden eine tolle Woche gehabt.

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Liebe Reisefreunde ich freue mich darauf Ihnen von einer meiner nächsten Garten oder Städtereisen wieder viele Fotos von Sehenswürdigkeiten zeigen zu dürfen. Bis bald

Herzliche Grüße

Ihre Miss Ellie

Miss Ellies Reise Blog.com

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Kommentare: 1
  • #1

    Marlene (Sonntag, 01 April 2018 08:10)

    Ein sehr schöner Reisebericht. Kann noch einige Namen und Beschreibungen in mein Fotobuch verwenden. Hat mir sehr gut gefallen. Ich wünsche ein frohes Osterfest und viel Spaß beim Eiersuchen. Marlene und Heinrich.